Belgrad/Pristina - Wegen schwerer Verbrechen im Lauf der ethnisch motivierten Gewaltwelle Mitte März werden sich im Kosovo 52 Personen zu verteidigen haben, berichtet die Belgrader Presseagentur FONET. Der internationale Staatsanwalt in Pristina hatte vor zwei Tagen erste Anklagen gegen vier Personen, einen Serben und drei Albaner, erhoben.

Nach der Gewaltwelle wurden in der Provinz von der UNO-Polizei rund 260 Personen festgenommen. Der größte Gewaltausbruch seit Juni 1999 führte zum Tod von 19 Personen und zur Vertreibung von rund 4000 Serben aus ihren Heimen.

Rund 700 serbische Häuser und Wohnungen wurden zerstört. Auch 35 serbisch-orthodoxe Kirchen und Klöster, darunter einige mittelalterliche, wurden in Brand gesteckt oder beschädigt. (APA)