Wien - Die Sopranistin Ildiko Raimondi und der Tenor Herwig Pecoraro sind am Freitag in der Wiener Staatsoper mit dem Titel Österreichische/r Kammersänger/in ausgezeichnet wordem. Die Verleihung erfolgte durch Kunststaatssekretär Franz Morak (ÖVP) und den Direktor des Hauses, Ioan Holender. Beide Sänger gehören seit der Saison 1991/1992 dem Ensemble der Wiener Staatsoper an. Beide Künstler wirkten auch an zahlreichen Kinderoper- Vorstellungen im Zelt auf der Dachterrasse der Wiener Staatsoper mit.

Ildiko Raimondi stammt aus Arad, Rumänien, erhielt dort ihre musikalische Ausbildung und schloß ihr Gesangstudium in Italien bei Flaviano Labo und Carlo Bergonzi ab. An der Staatsoper debütierte im November 1991 als Sophie ("Der Rosenkavalier") am Haus am Ring. Es folgten hier rund 300 Vorstellungen u. a. Marzelline ("Fidelio"), Zdenka ("Arabella"), Pamina ("Die Zauberflöte"), Susanna ("Hochzeit des Figaro"), Adele und Rosalinde ("Die Fledermaus") oder als Mimì in "La Bohème".

Herwig Pecoraro wurde in Bludenz geboren und studierte am Landeskonservatorium für Vorarlberg in Feldkirch. Sein weiterer Ausbildungsweg führte ihn nach Mantua und Modena. Meisterkurse besuchte er bei Elisabeth Schwarzkopf. Er ist Preisträger mehrerer internationaler Gesangswettbewerbe. Neben vielen Gastauftritte bei bedeutenden Festspielen und Opernhäuser war er fünf Jahre am Opernhaus Graz engagiert, danach an der Wiener Volksoper. An der Staatsoper sang er erstmals im Oktober 1987 in der Gemeinschaftsproduktion mit Graz "Der Rattenfänger" von Friedrich Cerha, bevor er im September 1991 als Ensemblemitglied mit dem Steuermann in "Der fliegende Holländer" debütierte. Zu seinen rund 500 Auftritten am Haus am Ring zählen u. a. Jaquino ("Fidelio"), Monostatos ("Die Zauberflöte"), Brighella ("Ariadne auf Naxos"), Mime ("Das Rheingold"), David ("Die Meistersinger") sowie der Bardolfo in "Falstaff". (APA)