Wien - Das am Eck zur Mariahilfer Straße ausgehobene Theaterhaus für junges Publikum im Museumsquartier ist seit gestern, Freitag, nun endlich auf "Dschungel Wien" getauft. Ein grimassierender Schimpanse soll als Logo bei rund 250.000 Wiener Kindern das Dschungel-Fieber entfachen. "Ein Dschungel ist vielfältig und auch gefährlich", meint dessen Direktor Stephan Rabl assoziativ bei der Pressekonferenz mit Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny (SP). Kommenden Oktober wird diese letzte Baustelle des Museumsquartiers als Kinderkulturzentrum mit einem dreitägigen Fest in Betrieb gehen.

Ein bis zu 180 Personen fassender großer schwarzer Saal (im ehemaligen Residenzkino) und ein kleinerer weißer Saal, beide leider ohne Unterbühne, sind die Hauptstätten des Areals, das des weiteren eine Bibliothek, Seminar- und Leseräume und zwei Foyers mit Terrassen- bzw. Gastrobetrieb (Ra:mien) sowie sämtliche Nebenräume umfasst.

Wie tropisch sollen hier die Kunstformen wuchern: Schauspiel, Tanz- und Musiktheater, Objekt- und Puppentheater, visuelles Theater, interaktive Bühnenkünste, Bildende Kunst, Ateliers, Spielclubs, DJs und vieles mehr soll Zwei- bis Zweiundzwanzigjährigen anlocken.

Neben Eigenproduktionen, Koproduktionen, Gastspielen, Schwerpunktprojekten (z. B. mit dem Verein "Echo"), Kooperationen und Festivals (u. a. Wiener Festwochen, Wien Modern) wird das Haus auch den Premieren der Wiener Szene zur Verfügung stehen. (afze, DER STANDARD, Printausgabe vom 19./20.6.2004)