Die Telekom Austria soll vor dem Verkauf an die schweizerische Swisscom stehen. Das berichtet die "Presse". Nach dem Bericht verhandelt die Swisscom ernsthaft über einen Einstieg in die Telekom und soll nun 15 Euro pro Aktie bieten. Seitens der Schweizer ist laut "Presse" von "seriösen Sondierungsgesprächen" die Rede, im Finanzministerium heißt es dazu nur "kein Kommentar."

"heiß"

Die Schweizer sollen aber jedenfalls schon bei Finanzminister Grasser angeklopft haben. Der seit mehr als einem Jahr mit wechselnder Intensität diskutierte Verkauf der Telekom Austria an die Swisscom ist dem Bericht zufolge so "heiß" wie nie zuvor. "Die Swisscom hat sehr großes Interesse und führt seriöse Sondierungsgespräche", wurde der Zeitung aus dem Swisscom-Umfeld bestätigt.

Keine feindliche Übernahme

Die Schweizer - Wunschpartner von Teilen der TA - wollen seit langem die Mehrheit, sind aber an keiner feindlichen Übernahme interessiert. Die nun gebotenen 15 Euro je Aktie würden für das von der ÖIAG zur Privatisierung frei gegebene 17-Prozent-Paket 1,275 Mrd. Euro Erlös bedeutete - viel mehr als bei der eigentlich angepeilten Börseplatzierung.

Swisscom-Boss Jens Alder hatte bei der Bilanzpräsentation im März und dann erneut im Mai sein Grundsatzinteresse erneuert und in einem Interview mit der "Handelszeitung" gemeint, dass man noch nicht zum Zug gekommen sei, sei "eher ein politisches denn ein wirtschaftliches Thema" - auf Seiten Österreichs.

Preisvorstellungen

Vor einem Jahr hatte es bereits ernsthafte Verhandlungen mit den Schweizern gegeben, sie waren an unterschiedlichen Preisvorstellungen gescheitert: Die Schweizer boten unter 12 Euro, die ÖIAG und das Finanzministerium wollten zumindest 13 Euro.(Apa)