Kathmandu - Bei einem Überfall maoistischer Rebellen auf einen Polizeikonvoi in Nepal sind am Samstag mindestens 18 Menschen getötet worden. Wie der unabhängige Radiosender Kantipur berichtete, griffen die Aufständischen den Polizeikonvoi auf einer Fernstraße im Dang-Bezirk an. Ein Reisebus geriet auf der viel befahrenen Ost-West-Verbindung in das Kreuzfeuer. 14 Polizisten und 4 Businsassen seien getötet, 14 weitere Fahrgäste sowie 13 Polizisten verletzt worden. Der Schießerei habe anderthalb Stunden gedauert. Erst als Hubschrauber der Sicherheitskräfte am Schauplatz 350 Kilometer westlich von Kathmandu eintrafen, seien die Rebellen geflüchtet. Der bewaffnete Konflikt in dem Himalaya-Königreich kostete seit 1996 mehr als 10.000 Menschen das Leben. Die Maoisten haben das Waffenstillstandsabkommen mit der Regierung aufgekündigt und Friedensgespräche abgebrochen. Im Jänner 2003 war auf Initiative von König Gyanendra ein Abkommen erzielt worden. Die Rebellen forderten allgemeine Wahlen zu einer Verfassunggebenden Versammlung und lehnten die angebotene Entsendung eigener Vertreter in eine Übergangsregierung ab. (APA/dpa)