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Alex Frei: ""Habe nicht gespuckt"

Foto:APA/Bieri
Lissabon - Nur zwei Tage, nachdem Italiens Francesco Totti wegen Spuckens von der UEFA für drei EM-Matches gesperrt worden ist, gibt es einen neuen Fall: Auf dem deutschen TV-Sender ZDF war ein Beitrag zu sehen, auf dem der Schweizer Alexander Frei im Match England - Schweiz den englischen Mittelfeldspieler Steven Gerrard offenbar angespuckt hat. Die UEFA hat in dieser Causa eine Untersuchung eingeleitet.

Weiter Belege sammeln

"Bei den Aufnahmen sieht es so aus, als hätte der Schweizer seinem englischen Gegner in den Nacken gespuckt", meinte die UEFA in einem Statement. Bevor es jedoch zu disziplinären Maßnahmen komme, möchte man noch weitere Belege sammeln und auch Aussagen der betroffenen Spieler hören. Der englische Fußball-Verband wollte dazu vorerst keine Stellungnahme abgeben.

Der Schweizer Mediensprecher Pierre Benoit sieht der Untersuchung durch die UEFA gelassen entgegen: "Diese TV-Bilder bestätigen gar nichts. Man sieht nur, dass Frei die Backen aufbläst." Laut Benoit soll Frei Gerrard in diesem Moment ein unschönes, französisches Wort gesagt haben. "Ich sehe keine Gefahr, dass Frei eine Sperre bevorsteht", so der Mediensprecher weiter.

Frei dementiert

"Ich habe nicht gespuckt, ich tue das nie", verteidigte sich Frei am Samstagnachmittag. "Ich bin ein emotioneller Spieler und bin kein Engel, aber so etwas würde ich nie tun. Vielleicht habe ich ein paar böse Worte gesagt, aber das ist normal auf dem Platz." Die Entscheidung der UEFA sollte bis Samstag, 18:00 Uhr fallen. (APA)