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Thomas Klestil überreichte dem Ökumenischen Patriarch von Konstantinopel, Bartholomaios I., das Große Goldene Ehrenzeichen am Bande für Verdienste um die Republik Österreich.

Foto: Reuters/Heinz-Peter Bader
Wien - Der Ökumenische Patriarch von Konstantinopel, Bartholomaios I., hat sich im Rahmen seines Wien-Besuchs für einen Beitritt der Türkei zur EU ausgesprochen. "Die Türkei hat in den vergangenen Jahren viele mutige Schritte in Richtung mehr Demokratie, Respekt der Menschen- sowie Minderheitenrechten und Religionsfreiheit gesetzt", erklärte der Patriarch am Samstag. "Der Platz der Türkei ist in der EU."

Viel zu gewiunnen

Die Türkei stelle "eine Brücke zwischen West und Ost, zwischen Europa und Asien, zwischen Christentum und Islam" dar, sagte Bartholomaios. So käme es im Falle eines Beitritts zu einer gegenseitigen Bereicherung. Die Türkei habe eine lange Tradition von Kultur und Zivilisation und würde deshalb durch ihren Beitritt zur EU "etwas Neues" beitragen. Die Türkei habe ihrerseits durch eine Mitgliedschaft "viel" zu gewinnen.

Vor einem EU-Beitritt der Türkei müssten jedoch noch einige Punkte geklärt werden, räumte der Ökumenische Patriarch ein, der seinen Sitz in Istanbul hat. Insbesondere müssten einige bereits beschlossene Gesetze auch implementiert werden.

Bundespräsident Thomas Klestil empfing seinen griechischen Amtskollegen Konstantinos Stephanopoulos und den Ökumenischen Patriarchen Bartholomaios I. von Konstantinopel zu einem gemeinsamen Mittagessen in der Hofburg. Zuvor hatte Klestil das Oberhaupt der Weltorthodoxie mit dem Großen Goldenen Ehrenzeichen am Bande für Verdienste um die Republik Österreich ausgezeichnet. Stephanopoulos reist Sonntag Mittag nach Aserbaidschan weiter. (APA)