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Romano Prodi nach seinem Wahlsieg in Italien.

Foto: AP/SALVATORE LAPORTA
Paris - Im französischen Radio RTL hat EU-Kommissionspräsident Romano Prodi zum Anforderungsprofil seines Nachfolger Stellung genommen: Er müsse ein "guter Teamchef sein", sagte er am Samstag. Es sei hingegen nicht notwendig, dass es sich um einen "Schauspieler oder Medienmenschen" handle. Durch die europäische Verfassung, die am Freitag beim Gipfel der Staats- und Regierungschefs in Brüssel beschlossen wurde, sei die EU "wirklich demokratischer" und "nicht bürokratisch", meinte Prodi weiter und fügte hinzu: Wenn "auf britischen Druck" auch einige Punkte beiseite gelassen worden seien, man habe in dem Text den Entwurf des Reformkonvents berücksichtigt. Auf die Frage, ob er nach seiner Amtszeit eine gemeinsame EU-Parlamentsfraktion seines Mitte-Links-Bündnisses "Uniti nell'Ulivo" mit der französischen bürgerlichen Zentrumspartei UDF und der polnischen liberalen Freiheitsunion (UP) gründen wolle, antwortete Prodi: "Es braucht eine wirklich pro-europäische Fraktion, die es versteht, mit den euroskeptischen Parlamentariern umzugehen." (APA)