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Rubens Barrichello wuchsen in Indy Flügel.

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Indianapolis - Ferrari hat am Samstag das Qualifikationstraining für den Formel-1-Grand Prix der USA in Indianapolis (Sonntag, 19:00 MESZ/live ORF 1, RTL und Premiere) dominiert. Die Pole ging aber nicht an Michael Schumacher, sondern an dessen Teamkollegen Rubens Barrichello, der sich mit 1:10,223 Min. und 0,177 Sek. vor dem Deutschen durchsetzte. Es ist die zehnte Pole für den Brasilianer. Die zweite Reihe bilden die beiden BAR-Piloten Takuma Sato (JPN) und Jenson Button (GBR). Der Österreicher Christian Klien (Jaguar) wurde mit 1,947 Sek. Rückstand 13. und startet damit aus der siebenten Reihe.

Was darf Barrichello?

Die Bestzeit für Barrichello kam nicht überraschend, hatte der 32-jährige doch bereits drei der vier freien Trainings dominiert. Ob er am Sonntag aber tatsächlich gewinnen "darf", wird wohl von Michael Schumacher abhängen. In Montreal durfte Barrichello seinen Teamkollegen nicht attackieren. "Ich kann also nur hoffen, dass Michael mir hier nicht so nahe kommt wie ich ihm in Kanada", meinte Barrichello lachend. Es ist seine erste Pole seit Japan im Oktober vergangenen Jahres.

Der in der WM klar führende Schumacher nahm es gefasst hin, dass er seine 61. Pole knapp verpasst hatte. "Ich hatte keine wirklich optimale Runde und speziell im Mittelsektor Probleme", gestand er. "Eigentlich hätte ich deshalb gedacht, dass ich noch weiter hinten bin", gestand der sechsfache Weltmeister und lobte seinen Teamkollegen. "Natürlich wär's mir lieber umgekehrt gewesen, aber Rubens hat einfach die bessere Leistung hin gelegt. Insgesamt ist das für uns aber natürlich eine sehr gute Ausgangsposition."

Setup bei Button verpatzt

Dass die BAR-Hondas nicht an die Ferraris heran kamen, lag zumindest bei Button an einem verpatzten Umbau für das Qualifikationstraining. "Das war falsch, denn damit hat gar nichts mehr funktioniert", sagte der Brite. In Reihe drei fuhren sich Juan-Pablo Montoya und Ralf Schumacher in den Williams-BMW. Erneut zum Pechvogel avancierte Jarno Trulli, bei dem seit dem Monaco-Triumph nichts mehr läuft. Sechs Tage nach dem frühen Out in Montreal und dem ersten Saison-Doppel-Out für Renault musste der Italiener mit Getriebeproblemen passen. Er startet am Sonntag aus der letzten Position.

Klien nicht zufrieden

Nicht wirklich happy war Christian Klien über Platz 13. "Bis zum Zeittraining lief alles gut, aber die entscheidende Runde habe ich nicht ganz optimal hin bekommen", sagte der Vorarlberger, der sich seinem Jaguar-Teamkollegen Mark Webber (10.) klar um 0,884 Sekunden geschlagen geben musste. Zwar hat der Australier in Indy als einziger Ford-Pilot die stärkere Ausbaustufe des Cosworth V10 zur Verfügung, "aber das erklärt die neun Zehntel nicht", so Klien. "Ich habe einfach den Mittelsektor verhaut." (APA)