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Kritik aus Österreich an der Todesstrafe lässt Arnold Schwarzenegger völlig kalt.

Foto: APA/EPA/Brnedan McDermid
Wien/Graz - Arnold Schwarzenegger hat nach zehn Monaten im Amt eine positive Bilanz als Gouverneur von Kalifornien gezogen. "Wir haben eine Menge weitergebracht, so wie es ausschaut, werden wir in den nächsten Tagen auch das Budget schaffen. Wir sind gut unterwegs, mit der Wirtschaft geht's aufwärts", erklärte Schwarzenegger in einem Interview mit der "Kleinen Zeitung" (Sonntagsausgabe).

"Seit ich in der Politik bin, habe ich immer nur gehört: Das geht nicht. Oder: Das kannst du nicht machen. Alles geht, wenn man will. Ich liebe es, Probleme zu lösen. Und wenn uns jemand blockiert, dann bin ich ganz schnell draußen bei den Leuten und schlage eine Volksabstimmung vor", beschrieb der gebürtige Steirer seinen politischen Stil.

"No emotions"

Zur Kritik aus Österreich an Schwarzeneggers Befürwortung der Todesstrafe meinte der frühere Hollywood-Star: "No emotions. Die Leute müssen zur Kenntnis nehmen, dass ich seit 30 Jahren Amerikaner bin und ich heute für Kalifornien verantwortlich bin und nicht für die Steiermark." Er fügte aber hinzu: "Ich werde im Herzen immer Österreicher bleiben, weil ich dieses Land liebe. Ich bekomme wundervolle Briefe, die mir viel Freude machen."

Brief von Klestil

Gefreut habe er sich auch über einen Brief seines Freundes, des scheidenden Bundespräsidenten Thomas Klestil, der ihm kürzlich als Dank und Anerkennung der Republik für sein Wirken die Professorwürde verliehen hat. Das Dekret wird ihm vermutlich dessen Nachfolger, Heinz Fischer, überreichen, wenn der "Governor of California" im Sommer nach Österreich kommt. Die Salzburger Festspiele stehen auf dem Programm und wohl auch ein paar Tage in der Steiermark. (APA)