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Vitalijs Astafjevs: "Kann mir vorstellen, in Österreich zu bleiben."

Foto: APA/EPA
Porto - Vitalijs Astafjevs ist der einzige Spieler der österreichischen Fußball-Bundesliga, der bei der EURO 2004 bisher zum Einsatz gekommen ist. Nach der unglücklichen 1:2-Niederlage zum Auftakt gegen Tschechien führte der 33-jährige Mittelfeldspieler von Admira Wacker Lettland als Kapitän zum sensationellen 0:0 gegen Deutschland. Im Gespräch mit der Austria Presse Agentur (APA) freute sich Astafjew, der im Qualifikations-Playoff mit seinem Team schon gegen die Türkei für eine Überraschung gesorgt hatte, über das nächste Erfolgs-Kapitel des lettischen Fußballs.

Ist das der größte Fußball-Erfolg in der Geschichte Ihres Landes?

Astafjevs: "Das ist genauso wie der Sieg über die Türkei. Das Remis ist wie ein Sieg. Ich bin nur glücklich, wir schreiben gerade unsere Fußball-Geschichte. Es ist unglaublich für die Spieler und das Land. Man kann sich nicht vorstellen, was in Riga los war. Alle Leute waren auf der Straße, sind mit dem Auto durch die Stadt gefahren."

Gegen Tschechien hat Lettland in der Schlussphase die Sensation verspielt. Woran lag es, dass es gegen Deutschland geklappt hat?

Astafjevs: "Wir hatten mehr Selbstvertrauen. Und Tschechien hat schneller gespielt, zu schnell für uns. Gegen Deutschland war das Tempo nicht so hoch. Wir sind in der Defensive gut gestanden und hatten bessere Konter."

Waren die guten Leistungen von Lettland zu erwarten?

Astafjevs: "Ich freue mich nur, dass wir nicht stehen geblieben sind, dass wir uns gesteigert haben und Punkte machen. Man kann das Niveau mit dem in den Türkei-Spielen nicht vergleichen, es ist hier viel höher."

Welche Erwartungen haben Sie nun für das Spiel gegen die Niederlande?

Astafjevs: "Gegen Tschechien haben wir das erste Tor gemacht, gegen Deutschland den ersten Punkt geholt. Ich hoffe, dass wir gegen die Niederlande den ersten Sieg schaffen."

Sie werden in der kommenden Saison nicht mehr für die Admira spielen. Haben Sie schon einen neuen Verein?

Astafjevs: "Nein, aber hoffentlich bald. Ich kann mir durchaus vorstellen, auch in Österreich zu bleiben."