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Statt ihrer Auflösung fordert der palästinensische Regierungschef Ahmed Korei den Schutz der Mitglieder der Gruppe, da sie von Israel "gejagt und bedroht" würden.

Foto: REUTERS/Reinhard Krause
Kairo - Der palästinensische Regierungschef Ahmed Korei hat sich gegen eine Auflösung der radikalen El-Aksa-Brigaden gewandt. Die Brigaden blieben Teil der Fatah-Bewegung des palästinensischen Präsidenten Yasser Arafat, sagte Korei der arabischen Tageszeitung "El Shark el Ausat" (Sonntagausgabe). Die Mitglieder der Gruppe müssten geschützt werden, da sie von Israel "gejagt und bedroht" würden.

Obwohl die El-Aksa-Brigaden zum Einflussbereich Arafats gehören, sind ihre Führer zunehmend kritisch gegenüber der Palästinenserführung eingestellt. Mitglieder der Brigaden sind für zahlreiche Selbstmordanschläge auf israelische Ziele verantwortlich. Dabei arbeiten sie zunehmend auch mit radikalislamischen Gruppen wie der Hamas zusammen, die in Konkurrenz zu Arafat stehen. In den vergangenen Wochen wurden mehrere Führer der El-Aksa-Brigaden von der israelischen Armee gezielt getötet.

Korei begrüßte das Engagement Ägyptens beim geplanten Abzug Israels aus dem Gazastreifen. Die Hilfe bedeute gewissermaßen "einen Rettungsring für die Palästinenser und ihre Führer", sagte Korei der Zeitung. Die Ägypter hatten Hilfe bei der Ausbildung der palästinensischen Sicherheitskräfte zugesagt, falls Israel wie geplant den Rückzug aus dem Gazastreifen bis September 2005 abschließt. (APA/AFP)