Peking - China und Südkorea hoffen, dass sowohl Nordkorea als auch die USA in der neuen Runde der Atomgespräche diese Woche in Peking erste Zugeständnisse machen. "Beide Seiten müssen sich bewegen", sagte Chinas Sonderbotschafter für die Gespräche, Ning Fukui, nach dpa-Informationen. Auch Südkorea hoffe, dass sich die Amerikaner den Nordkoreanern annäherten. Es dürfe "nicht zum Stillstand kommen", warnte Seoul nach Angaben einer Quelle, die mit beiden Regierungen über die neue Sechserrunde über ein Ende des Atomwaffenprogramms Nordkoreas gesprochen hatte.

Durchbruch nicht erwartet

Alle Delegationen für das an diesem Montag beginnende vorbereitende Treffen der Arbeitsgruppe waren bis Sonntag in der chinesischen Hauptstadt eingetroffen. Ein Durchbruch in dieser dritten Sechserrunde, die am Mittwoch beginnt, wurde nicht erwartet. Unter Vermittlung Chinas nehmen außer Nordkorea und den USA auch Südkorea, Japan und Russland an den bis Samstag dauernden Gesprächen teil. "China sieht einen langen Prozess", wurde dessen Sondergesandter Ning Fukui ferner zitiert. "Wir stehen erst am Anfang."

Nordkorea hat ein Einfrieren seines Atomwaffenprogramms im Gegenzug für Sicherheitsgarantien der USA und wirtschaftliche Hilfe angeboten. Doch verlangen die USA eine "vollständige, überprüfbare und unumkehrbare Beseitigung". Strittig ist auch, ob Nordkorea neben seinem Plutoniumprogramm auch eine Urananreicherung betreibt, was Pjöngjang bestreitet. Südkorea und Japan haben bei einer Lösung des Atomkonflikts umfangreiche Unterstützung und wirtschaftliche Kooperation in Aussicht gestellt. Die ersten beiden Runden im August und Februar hatten keine greifbaren Fortschritte gebracht. Doch wurde die Arbeitsgruppe für Details und vorbereitende Gespräche geschaffen. (APA/dpa)