London - Barbara Schett hat ihr großes Ziel, ein Antreten bei den Olympischen Spielen in Athen, nicht erreicht. Die 28-jährige Tirolerin, die die Direktqualifikation auf Grund ihres Rückfalls in der Weltrangliste nicht geschafft hatte, hätte nur noch via Wild-Card -Vergabe eine Chance auf ein Olympia-Ticket gehabt. Dafür hätte sich aber das Österreichische Olympische Comite (ÖOC) bewerben müssen.

"Das ÖOC bewirbt sich aber nicht. Das Komitee steht auf dem Standpunkt: Wer nicht fix qualifiziert ist, den wollen wir auch nicht hinschicken. Ich bin sehr enttäuscht, dass ich nicht einmal die Möglichkeit bekomme, eine Wild Card zu erhalten", sagte Schett am Sonntag im Vorfeld des dritten Grand-Slam-Turniers in Wimbledon. Besonders bitter für die Tirolerin ist der Umstand, dass sie in den voran gegangenen dreieinhalb Jahren nahezu durchwegs die Qualifikationskriterien erfüllt hatte.

An ihrer Turnierplanung ändert sich dadurch aber nichts, Schett wird während den Spielen pausieren. Damit ist Jürgen Melzer, der sich als Nummer 42 im Entry-Ranking zur Deadline qualifiziert hatte, der einzige ÖTV-Vertreter bei den Bewerben auf Hartplatz. Auch im Doppel wird Österreich nicht dabei sein. (APA)