Wien - "Das ist alleine die Entscheidung von Herbert Haupt." Vizekanzler Hubert Gorbach stellt im Gespräch mit der "Presse" klar, dass der Rücktritt des Sozialministers nicht ausgemachte Sache sei. Wichtig sei eine Verstärkung in der Parteizentrale. Dazu macht Gorbach konkrete Vorschläge: "Nach außen sollte einer wie Uwe Scheuch auftreten." Der Kärntner Abgeordnete habe gezeigt, dass er sowohl inhaltlich als auch rhetorisch die ideale Wahl sei. Für die wichtige Parteiarbeit und innere Kommunikation nennt Gorbach Karl-Heinz Petritz, Ex-Sprecher und derzeitiger außenpolitischer Berater Jörg Haiders.

"Dann bleibt er"

Sollte Haupt nach erfolgreichen Verhandlungen über die Pensionsharmonisierung gehen wollen, akzeptiere er das, meint Gorbach zur "Presse". Und wenn Haupt bleiben wolle? - "Dann bleibt er."

Die designierte Parteichefin Ursula Haubner könne sich nun ihr Team der besten Köpfe zusammensuchen, meint Gorbach. Das sei alleine ihre Entscheidung, er strebe keine Parteifunktion etwa als stellvertretender Parteichef an. Stattdessen sei es wichtig, dass es die nun vereinbarten regelmäßigen Vierer-Runden (auch Montagsrunden genannt) zwischen Haubner, Klubchef Herbert Scheibner, Kärntens Landeshauptmann Haider und ihm, Gorbach, gebe, bei denen Inhalte und Kommunikation abgestimmt würden. (APA)