Linz - Ein Komplettangebot für Rollstuhlfahrer aus Oberösterreich soll jetzt auch für sie die Radwege entlang der Donau besser nutzbar machen. Die Werbegemeinschaft Donau Oberösterreich, die OÖ Touristik GmbH und der Rollstuhlsportclub (RSC) Heindl OÖ stellten das Angebot am Montag in Linz in einer Pressekonferenz vor.

Behindertengerechte Hotels, Gasthöfe, Schiff- und Zugfahrt seien "erstmals österreichweit" in ein Angebot zusammengefasst worden, dass sich speziell an Rollstuhlfahrer richtet, die mit einem so genannten "Hand-Bike" die Radwege entlang der Donau erkunden wollen. Die siebentätige Tour führt von Passau nach Linz, über den Nibelungen- und den Strudengau, durch die Wachau bis nach Wien.

Broschüre "No Handicap"

Die Donauradwege seien bisher für Rollstuhlfahrer nur "eingeschränkt" benützbar gewesen, so der RSC-Obmann Christoph Etzelstorfer. Er selbst habe immer wieder "Anfragen von Rollstuhlsportlern, auch aus Deutschland" bekommen, die sich nach rollstuhlgerechter Unterbringung in Hotels und Gasthöfen erkundigt hätten. Diese werden nun in der Broschüre "No Handicap" aufgelistet.

In Österreich gebe es laut Etzelstorfer etwa 4.000 Rollstuhlfahrer, die den Donauradweg von Passau bis nach Wien nun in einer durchorganisierten Reise per "Hand-Bike" bewältigen könnten. Diese "Hand-Bikes" werden vor den Rollstuhl gespannt und können durch eine Hand-Kurbel mit Muskelkraft betrieben werden. Die Montage der "Hand-Bikes" sei innerhalb einer Minute möglich. Das Angebot für "Hand-Biker" kann über die OÖ. Touristik gebucht werden.

Anfang September soll der Donau-Radweg von Passau nach Wien auch von drei Rollstuhlsportlern für einen Weltrekordversuch genützt werden. Die beiden Steirer Manfred Putz und Fritz Hopfgartner, sowie der Wiener Christian Peter planen die Strecke Passau-Wien innerhalb von zwölf Stunden mit dem "Hand-Bike" zu bewältigen.(APA)