Bild nicht mehr verfügbar.

Sonja Wehsely: Der Magistrat soll Abbild der Gesellschaft werden.

Foto: Reuters
STANDARD: Was steht in der Wiener Integrationsarbeit konkret an?

Sonja Wehsely: Das große Projekt ist die Gründung einer Magistratsabteilung, die sich um Integration und Diversität kümmert. Das entspricht dem Konzept, dass Integration nicht irgendwo da draußen passiert und das irgendein Fonds (Anm.: bisher "Integrationsfonds") macht, sondern, dass es zentrales Anliegen der Gemeinde ist.

Der Magistrat soll Abbild der Gesellschaft werden. Wir haben Mitarbeiter, von deren Sprachkenntnissen wir nichts wissen, weil nie gefragt wurde.

STANDARD: Der Verfassungsgerichtshof prüft derzeit das Wahlrecht für Ausländer auf Bezirksebene. Was ist, wenn er es zurückweist?

Wehsely: Davon gehe ich nicht aus. Ich gehe davon aus, dass bei den Wahlen 2006 jene, die mehr als fünf Jahre hier leben, auch wahlberechtigt sind. Wenn es doch als verfassungswidrig aufgehoben wird, werde ich das unendlich bedauern, werde aber natürlich dieses Erkenntnis akzeptieren, dann werden wir kein AusländerInnenwahlrechtsic haben.

STANDARD: Ihr erstes Projekt, das sie für Frauen in Wien umsetzen?

Wehsely: Das sage ich Ihnen heute noch nicht, auch wenn ich es schon weiß.

STANDARD: Warum nicht?

Wehsely: Weil ich erst am ersten Juli vom Wiener Gemeinderat gewählt werde. (DER STANDARD, Printausgabe, 22.6.2004)