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Berlusconi bei seiner Stimmabgabe zur EU-Wahl

APA/EPA/Daniel Dal Zennaro
Rom - Der italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi hat die Stimmenverluste seiner Partei bei den Europa- und Kommunalwahlen mit Betrügereien der Mitte-links-Opposition erklärt. Offiziell hat es bisher noch keine Hinweise auf Unregelmäßigkeiten bei den am 12. und 13. Juni abgehaltenen Wahlen gegeben. Auf einer Wahlkampfveranstaltung in Sesto San Giovanni bei Mailand sagte Berlusconi aber am Montag, Stimmen für seine Forza Italia würden in den Wahllokalen "regelmäßig ungültig gemacht". Berlusconis Partei erlitt schwere Verluste. Der Regierungschef führte das in seiner Wahlkampfrede auf eine "Armee von Profis" der Opposition zurück, die "die Amateure auf unserer Seite hereinlegen und mehr Stimmen für sich und weniger für uns zählen". Viele Kommunalwahlen, darunter mehrere im Raum Mailand, werden erst in Stichwahlen an diesem Wochenende entschieden. Ein Führer der Mitte-links-Opposition, Massimo D'Alema, wies Berlusconis Anschuldigungen als "Delirium" zurück, meldete die italienische Nachrichtenagentur ANSA. (APA/AP)