Ein mittelschweres Erdbeben hat Dienstag Früh um 1.10 Uhr Teile der Deutschschweiz und des deutschen Bundeslandes Baden-Württemberg erschüttert. Schäden wurden dabei keine gemeldet. Nach Angaben des Schweizerischen Erdbebendienstes (SED) lag das Epizentrum im Halbkanton Basel-Land. Im deutschen Landkreis Waldshut an der Grenze zur Schweiz wurde ein Erdbeben der Stärke 4,1 auf der Richterskala gemessen, berichtete das Lagezentrum in Stuttgart. In der Schweiz wurde eine Stärke von 3,8 festgestellt.

Das Beben sei deutlich zu spüren gewesen, sagte ein Sprecher der Notrufzentrale der Basler Kantonspolizei am Dienstagmorgen gegenüber der Nachrichtenagentur sda. Insgesamt seien 39 Notrufe von besorgen Bürgerinnen und Bürgern eingegangen. Fast drei Stunden später wurden im Kreis Böblingen in Deutschland ein zweites Beben mit 3,0 auf der Richterskala gemessen.

Leicht bis mittelschwer

Nach Angaben von Manfred Bär, einem wissenschaftlichen Mitarbeiter des SED, wird ein Erdbeben dieser Stärke als leicht bis mittelschwer eingestuft. Schäden seien im Normalfall keine zu erwarten. Weil sich das Beben aber in einer relativ großen Tiefe von 22 Kilometern ereignet habe, sei es bis nach Bern und Zürich zu spüren gewesen.

Erdbeben dieser Stärke kommen gemäß SED in der Schweiz im Durchschnitt ein bis zwei Mal pro Jahr vor. Erst im Februar hatte ein Erdbeben der Stärke 5,1 die Schweiz leicht erschüttern lassen. Das Epizentrum lag damals im französischen Besancon, nahe der Schweizer Grenze. Schäden wurden auch damals keine gemeldet. (APA/dpa)