In Österreich sind in diesem Jahr bereits sieben Zeckenopfer gemeldet worden. Das gab die ARGE Gesundheitsvorsorge am Dienstag in einer Aussendung bekannt. Die FSME-Impfaktion, in deren Rahmen der Zeckenschutz-Impfstoff vergünstigt erhältlich ist, wird um einen Monat bis 31. Juli verlängert.

In den vergangenen Wochen wurden am Institut für Virologie der Medizinischen Universität Wien und am Hygieneinstitut in Graz sieben FSME-Fälle diagnostiziert. Es betrifft drei Personen aus der Steiermark im Alter von 64 Jahren, einen über 71-jährigen Patienten sowie ein fünfjähriges Kind. Auch eine 52-jährige Wienerin wurde infiziert.

Nicht geimpft

Die Zeckenopfer waren nicht geimpft. Eine 38-jährige Kärntnerin wurde ungeschützt von einer Zecke gebissen, eine nachträgliche Impfung half nicht mehr. Einen Erkrankungsfall gab es im Burgenland, ein ungeimpftes zwölfjähriges Kind aus Oberösterreich wurde in Tschechien infiziert.

Univ.-Prof. Dr. Franz X. Heinz, Leiter des Instituts für Virologie: "Diese Fälle zeigen deutlich, dass man in jedem Alter an FSME erkranken kann, wenn man nicht geimpft ist. Eine Impfung nach bereits erfolgter Infektion bietet - wie auch das Beispiel aus Kärnten zeigt - keinen sicheren Schutz. Nur durch die vorbeugende Impfung kann die Erkrankung in nahezu 100 Prozent der Fälle verhindert werden."

Die Zeckenschutz-Impfaktion wird nun von der Apotheker- und der Ärztekammer in Kooperation mit den Impfstoffherstellern und dem Großhandel bis 31. Juli verlängert. Bis dahin wird der FSME-Impfstoff zum Preis von 22,50 Euro für den Erwachsenen- und 19,30 Euro für den Kinderimpfstoff abgegeben. Der Normalpreis liegt um rund 40 Prozent höher. (APA)