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Gorbach: "Es war schon lustiger"

Foto: APA/ROLAND SCHLAGER
Wien - Bundeskanzler Wolfgang Schüssel (V) hat am Dienstag nach dem Ministerrat eine Umbildung der ÖVP-Regierungsmannschaft ausgeschlossen: "Ich habe eine solche Umbildung nicht vor. Sie ist auch absolut nicht notwendig." Seinen Koalitionspartner FPÖ drängte Schüssel zu einer baldigen Klärung der offenen Personalfragen: "Die FPÖ ist gut beraten, ihre Entscheidungen nach Konsultation ihrer Gremien zügig zu fällen." Nicht festlegen wollte sich Schüssel auf die Frage, ob auch ein Ressorttausch mit den Freiheitlichen möglich wäre.

Vor einer Klärung dieser Frage müsse man zuerst das Ergebnis der Beratungen bei den Freiheitlichen abwarten, so Schüssel: "Was-wäre-wenn-Fragen, konjunktivische Fragen werde ich sicher nicht beantworten." Die Personalfragen der FPÖ seien derzeit noch "im Dunkel der nächsten Tage und Stunden verborgen", so Schüssel. Man werde aber sicher bald mehr wissen.

Vizekanzler Hubert Gorbach (F) meinte im Pressefoyer nach der Regierungssitzung, die designierte Parteiobfrau Ursula Haubner sei "bemüht, diese Fragen möglichst rasch zu klären". Zuerst werde man die Regierungsumbildung in den eigenen Parteigremien und mit dem Koalitionspartner besprechen und erst danach an die Öffentlichkeit gehen. Haubner sei "flott unterwegs", versicherte der Vizekanzler.

Zur derzeitigen Stimmung in seiner Partei räumte Gorbach ein: "Natürlich war's schon lustiger." Haubner werde die Partei aber rasch wieder in ruhigere Gewässer führen, zeigte sich Gorbach zuversichtlich: "Wir sind gut beraten, rasch wieder klare Verhältnisse zu haben." (APA)