Wien - Eine mögliche Dringliche Anfrage an Bundeskanzler Wolfgang Schüssel kündigte der SPÖ- Klubobmann Josef Cap bei der Sondersitzung des Nationalrates am 28. Juni an. Eigentlich geht es bei der Sitzung um die Wahl des Rechnungshof-Präsidenten. Wird aber bis dahin kein Nachfolger für Justizminister Dieter Böhmdorfer (F) genannt und nicht in Klarheit über die Zukunft der Regierung Auskunft gegeben, will die SPÖ diesen Termin für eine dringliche Anfrage nützen, sagte Cap. "Vor lauter Jobsuche in Brüssel" seitens des Bundeskanzlers gehe keine Regierungsarbeit mehr weiter. Um sämtliche FPÖ-Funktionäre gebe es - mit Ausnahme der designierten Partei-Chefin Ursula Haubner - Ablösegerüchte, meinte Cap. Während die Regierung führungslos in der Gegend herum schlingere, habe Österreich ein Recht zu wissen, wie es mit ihrer Regierung weiter gehe. Außerdem sei es gefährlich, wenn die Krise als Normalität gesehen werde. Das Einzige, worüber man heute lese, sei die Frage, ob "Schüssel die Flucht nach Brüssel" gelinge, so der SPÖ-Klubobmann. (APA)