Wien - Die Regulierungsbehörde Energie-Control senkt per 1. Juli die Gebühren der Strom- und Gas-Verrechnungsstellen A&B, APCS bzw. AGCS deutlich. "So sinken die Clearinggebühren für Verbrauchsumsätze Strom um 30 Prozent, jene für Verbrauchsumsätze Gas um ein Drittel", sagte E-Control-Geschäftsführer Walter Boltz am Dienstag.

Die für Handelsumsätze in Rechnung gestellten Gebühren sinken sowohl im Strom- als auch im Gasbereich zum gleichen Zeitpunkt um 50 Prozent. Die Senkung der Gebühren entspricht laut Boltz einer jährlichen Einsparung von rund 3 Mio Euro pro Jahr. Diese Gebühren sind in den Strompreisen einkalkuliert. Die Kunden sollten diese Kostensenkung von ihren Lieferanten einfordern, so die E-Control in einer Mitteilung.

Synergieeffekte

Möglich wird die Gebührensenkung, da seit den ursprünglichen Festlegungen Steigerungen bei den verbrauchten Mengen - zwischen 18 und 21 Prozent bei Strom und zwischen 10 und 19 Prozent bei Gas - sowie Kostensenkungen durch Synergieeffekte aufgetreten sind. Die Novellen der entsprechenden Verordnungen treten mit 1. Juli 2004 in Kraft.

Mit der Strom- und Gasmarkt-Liberalisierung per 1.10.2001 bzw. 1.10.2002 und der Einführung des Bilanzgruppensystems war die Installierung einer Clearingstelle für die Verrechnung der anfallenden Ausgleichsenergie erforderlich.

In der Regelzone Ostösterreich wurde die Erfüllung dieser Aufgaben an die APCS Power Clearing and Settlement AG (APCS) für Strom bzw. an die AGCS Gas Clearing and Settlement AG (AGCS) für Gas übertragen. In der Regelzone Tirol und Vorarlberg werden diese Aufgaben von der A&B Ausgleichs- und Bilanzgruppenmanagement AG vorgenommen. (APA)