Luxemburg - Die Europäische Investitionsbank (EIB) unterstützt die Modernisierung von Universitäten und den Aufbau neuer Forschungseinrichtungen in Österreich mit einem Kredit in Höhe von 65 Millionen Euro. Mit den Geldern sollen die Wirtschaftsuniversität Wien generalsaniert und sechs Hochschul- und Forschungsanlagen errichtet werden, teilte die in Luxemburg ansässige Bank am Dienstag mit. Das Projekt stehe in Einklang mit dem nationalen Forschungs- und Innovationsplan, der eine engere Zusammenarbeit zwischen universitärer und industrieller Forschung anstrebt.

Zu den Hochschulprojekten, die mit dem EIB-Kredit finanziert werden, zählt der ICT Technologiepark der Universität Innsbruck, das Zentrum für Molekulare Biowissenschaften der Karl Franzens Universität in Graz und das Frank Stronach Institut der Technischen Universität Graz. Der Kredit umfasst auch drei geplante Kompetenzzentren in der steierischen Landeshauptstadt: das "Austrian Bioenergy Centre", das Zentrum "Das virtuelle Fahrzeug (vif)" und ein Motoren-Forschungszentrum in Graz. Zudem soll das 1982 eröffnete Hauptgebäude mit Hilfe der EIB-Mittel generalsaniert werden. Der für Finanzen zuständige WU-Vizerektor Ewald Nowotny war bis Herbst vergangenen Jahres EIB-Vizepräsident.

In Österreich werden die Projekte über die Bundesimmobiliengesellschaft abgewickelt. Die Europäische Investitionsbank hat nach eigenen Angaben 1998 Krediten in Höhe von insgesamt fünf Milliarden Euro an Österreich vergeben. Für die Modernisierung von Bildungs- und Hochschuleinrichtungen wurden bisher 250 Millionen Euro bereitgestellt. Zuletzt wurden Projekte des Edelstahlerzeugers Böhler-Uddeholm, der voestalpine Schienentechnik und des Automotive-Kompetenzzentrums Villach gefördert. (APA)