Bild nicht mehr verfügbar.

Der Ultra-nationalist Tomislav Nikolic nacht keinen Hehl aus seiner groß-serbischen Idee.

Foto: AP Photo / Srdjan Ilic
Belgrad - Tomislav Nikolic (52), Kandidat in der Stichwahl um das serbische Präsidentenamt am nächsten Sonntag, träumt auch nach den Bürgerkriegen im auseinander gebrochenen Jugoslawien weiter von "Groß-Serbien". "Ich werde von dieser Grenze träumen, so lange ich lebe, und meine Kinder werden sie erträumen", sagte Nikolic der in Novi Sad erscheinenden Zeitung "Dnevnik" (Mittwoch-Ausgabe). Die Grenze dieses Groß-Serbiens verlaufe auf der Linie der Stadt Karlobag an der nördlichen kroatischen Adriaküste über die kroatische Stadt Karlovac südlich von Zagreb bis nach Virovitica an der Grenze zu Ungarn. Damit gehörten nach Darstellung von Nikolic mehr als die Hälfte der Republik Kroatien und ganz Bosnien-Herzegowina zu Groß-Serbien. "Das bedeutet aber nicht, dass man deswegen Krieg führen muss", versicherte Nikolic. Der Vize-Vorsitzende der Serbischen Radikalen Partei (SRS) hatte bereits mehrfach mit Äußerungen über Groß-Serbien keinen Hehl aus seinen ideologisch motivierten Ambitionen gemacht. (APA/dpa)