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Der Schauplatz des schweren Verkehrsunfalls auf der A23.

Foto: APA/ OEAMTC/TROETZMUELLER
Wien - Ein Autofahrer starb, sieben Personen wurden schwer verletzt: Das sind die tragischen Folgen des schweren Unfalls, der am Mittwoch gegen 6 Uhr die Tangente bei Inzersdorf blockierte. Die Folgen waren in ganz Wien und kilometerweit im Umland zu spüren, der Frühverkehr brach teilweise zusammen.

Einem Lkw-Fahrer war nach eigenen Angaben schlecht geworden, er habe das Bewusstsein verloren, das Schwerfahrzeug geriet außer Kontrolle. Der Lkw durchbrach die Mittelleitschiene und stürzte auf der Gegenfahrbahn um. Vier Personenwagen krachten in das Hindernis, für einen Fahrer war das tödlich; ein Kleinlastwagen stürzte um.

Aufräumungsarbeiten

Die Aufräumungsarbeiten dauerten bis nach 9 Uhr. So lange saßen auch jene Autofahrer fest, die hinter den Unfallautos zum Stillstand kamen und keine Gelegenheit hatten, die Straße zu verlassen. Allerdings ging auf den Ausweichrouten auch nicht mehr viel weiter.

Das kommt nicht von ungefähr: Die Tangente ist die Straße mit der zweithöchsten Verkehrsbelastung in Österreich. Spitzenreiter ist die Südautobahn bei Vösendorf (156.000 Autos täglich) - die meisten Fahrzeuge, die dort auf der A2 gezählt werden, sind von oder zur Tangente unterwegs. Besserung der Lage Mit einer schnellen Besserung der Lage im Unfallfall ist nicht zu rechnen. Entlastung könnte möglicherweise die sechste Donauquerung mit der Südrandstraße bringen, der äußere Umfahrungsring um Wien befindet sich aber größtenteils noch in der Planungsphase. Und die Asfinag selbst schätzte die Möglichkeit, so die Tangente zu entlasten, als nicht hoch ein. Der ÖAMTC rechnet jedenfalls damit, dass die jetzt geplanten Maßnahmen frühestes 2012 spürbar sein könnten. (red/DER STANDARD, Printausgabe, 24.6.2004)