Salzburg - Kultur und Sport passen doch zusammen, zumindest aus Sicht der Fremdenverkehrswirtschaft. Die Touristiker an der Salzach setzen heute schon große Erwartungen in das Jahr 2006. Wie vom STANDARD berichtet, erwartet man bei der Salzburg Land Tourismusgesellschaft rund um die Veranstaltungen zum 250. Geburtstag von Wolfgang Amadeus Mozart bis zu 200.000 zusätzliche Nächtigungen für den Großraum Salzburg. Damit aber nicht genug: Von 19. bis 24. September 2006 werden in Salzburg auch die Rad-Straßenweltmeisterschaften abgehalten.Nach Schätzungen des Organisationskomitees dürften zu dem Sportereignis weitere 150.000 Gäste - vorwiegend aus Italien, Frankreich, Deutschland und Belgien - anreisen. Dazu kommen etwa 2000 Athleten samt Betreuern aus 58 Nationen und noch einmal so viele Journalisten. Erwünschter Nebeneffekt: Die Rad-WM wird von etwa 50 Fernsehstationen übertragen, die damit auch Werbung für die Urlaubsdestination Salzburg machen. Man rechnet mit bis zu 500 Millionen Zusehern. Finanzieller Aufwand

Der finanzielle Aufwand für die erste Rad-WM in Österreich nach der WM in Kärnten 1987 ist erheblich: 4,5 Millionen Euro steuern Stadt, Land und Bund zu je gleichen Teilen bei; etwa 2,5 Millionen sollen von Sponsoren getragen werden.

Auf die Salzburger selbst kommt Ende September 2006 eine harte Zeit zu: Während der siebentägigen Veranstaltung sind über 40 Straßenkilometer so gut wie den ganzen Tag über gesperrt - ausgerechnet zu Schulbeginn. Wolfgang Weiss, Chef des Organisationskomitees, tröstet: Bei der Generalprobe, der Österreich-Rundfahrt im Juni hat alles "sehr gut funktioniert". (neu/DER STANDARD, Printausgabe, 24.6.2004)