Es geht darum: Man kann Wein dann besser riechen, wenn er auf einer größeren Oberfläche verdunstet, eh klar, und deshalb schwenkt man das Glas ja auch so herum. Diverse Vorschläge und Erfindungen zur Vereinfachung dieses Prinzips gab es schon, 2002 stellte die Designerin Angelika Rümmele anlässlich einer Präsentation im Künstlerhaus ein solches vor: ein Glas ohne Stiel, das auf einem kegelförmig ausgebuchteten Boden ruht und um diesen folglich rotieren kann. Allein dadurch kommt das Nass freilich nicht sehr weit hinauf, aber egal, man kann ja auch nachhelfen.

Das mundgeblasene Glas existiert in drei Größen, Bordeaux, Whisky / Wasser und Schnaps, letzteres auch als Kreisel zu verwenden. Ein Denkansatz. (floh, Der Standard/rondo/25/6/2004)