Salzburg - Die Salzburger Arbeiterkammer hat vor einem Arbeitsgericht gegen eine Kündigung geklagt, die die "Museum der Moderne - Rupertinum Betriebsgesellschaft" gegen eine Mitarbeiterin ausgesprochen hat. Diese Mitarbeiterin hat sich bemüht, einen eigenen Betriebsrat zu gründen. Die AK wirft dem Museum jetzt eine so genannte "verpönte Motivkündigung" vor.

Details noch nicht bekannt

Die Rupertinum-Betriebsgesellschaft hat wirtschaftliche Gründe für die Kündigung angegeben und verwehrt sich in einer Aussendung gegen den Vorwurf, die Kündigung wegen der Gründung eines Betriebsrates ausgesprochen zu haben. Die Errichtung eines Betriebsrates werde im Gegenteil ausdrücklich unterstützt. Eine detailliertere Stellungnahme lag bis Donnerstag Nachmittag nicht vor.

Die Gründung eines eigenen Betriebsrates der landeseigenen Museum der Moderne - Rupertinum Betriebsgesellschaft ist rechtlich vorgesehen. Zwar gehört diese Gesellschaft zu 100 Prozent dem Land, sie wurde aber ausgegliedert und beschäftigt ihre Mitarbeiter zum Teil direkt und arbeitsrechtlich eigenständig.

Der Salzburger AK-Präsident Siegfried Pichler sagte am Donnerstag bei einer Pressekonferenz, er habe innerhalb von 48 Stunden nach der Kündigung der Mitarbeiterin am vergangenen Montag eine Kündigungsanfechtungs-Klage eingereicht mit dem Ziel, dass das Arbeitsverhältnis wiederhergestellt wird. "Details nenne ich keine, weil das Verfahren natürlich noch nicht entschieden ist", erläuterte Pichler.

Appell der Grünen

Seit Husslein im Jänner 2001 die Leitung des Rupertinums übernommen hat, gab es immer wieder Konflikte im Haus und eine hohe Fluktuation in ihrem Team. Cyriak Schwaighofer, Landessprecher der Grünen, verlangte die sofortige Kündigung von Husslein: "Mitarbeiter des Museums haben mir erzählt, dass Husslein den rechtlich notwendigen Aushang für die Gründung eines Betriebsrates erbost von der Wand gerissen und die Mitarbeiterin sofort aus dem Haus gewiesen habe. Wer ein ursächliches Arbeitsrecht verweigert, ist untragbar. Hussleins Führungsstil ist eine Katastrophe - nichts als Streit auf allen Ebenen", so Schwaighofer. (APA)