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Foto: Reuters/Bianchi
London - Eine gezielt über den Atemtrakt verabreichte Impfung könnte einen Durchbruch im Kampf gegen Sars bringen. Im Versuch mit Affen erwies sich eine entsprechende Immunisierung gegen die gefährliche Atemwegskrankheit laut einer US-Studie als erfolgreich, wie das Wissenschaftsmagazin "The Lancet" am Freitag berichtete.

Vier Grünen Meerkatzen wurde der Studie zufolge ein experimenteller Impfstoff auf Basis eines Parainfluenza-Virus verabreicht, das mit einem Sars-Protein versehen war. Vier Wochen später wurden die Tiere mit dem Sars-Erreger infiziert. Sie entwickelten Antikörper und zeigten keine Symptome der Krankheit. Bei Tieren einer nicht geimpften Kontrollgruppe wurden hingegen Hinweise auf eine Präsenz des Sars-Virus gefunden.

"Bedeutender Fortschritt"

Die Forscher des Nationalen Instituts für Allergien und Infektionskrankheiten in Bethesda im US-Staat Maryland sprachen von einem "bedeutenden Fortschritt". Sie hätten herausgefunden, dass die Immunisierung mit nur einem Protein ausreichend gewesen sei, um eine Schutzreaktion hervorzurufen, erklärte Peter Collins, einer der Autoren der Studie. Die Impfung wurde zwar nur an wenigen Tieren erprobt. Der Versuch zeigte nach Ansicht der Wissenschafter aber, dass die direkte Immunisierung über den Atemtrakt ein gangbarer Weg ist.

Der Atemwegskrankheit Sars fielen seit 2002 mehr als 770 Menschen weltweit zum Opfer. Mehr als 8.000 Menschen infizierten sich. (APA/AP)