Riad - Nach der Serie von Anschlägen auf Ausländer in Saudiarabien will die Regierung ausländischen Bürgern das Tragen von Waffen erlauben. Wie jeder Saudiaraber könne ein sich bedroht fühlender ausländischer Einwohner des Königreichs im Prinzip eine Genehmigung für das Tragen einer Waffe erhalten, sagte am Donnerstag Innenminister Prinz Najef bin Abdulaziz nach einer Meldung der amtlichen Nachrichtenagentur SPA.

Die El-Kaida-Organisation des in Saudiarabien geborenen Osama bin Laden hat zahlreiche Anschläge auf westliche Staatsbürger, Regierungseinrichtungen und Mitarbeiter der Ölindustrie verübt. Einige Ausländer haben daraufhin das Land verlassen und Firmen Mitarbeiter abgezogen.

Öl

Saudiarabien ist der größte Öl-Exporteur der Welt und seit Jahren das Ziel von Anschlägen El Kaidas und weiterer Moslem-Extremisten. Im Mai hatten als Sicherheitsbeamte verkleidete Extremisten bei einem Überfall auf Ausländer 22 Menschen getötet. El Kaida hat sich den Sturz des Königshauses und die Vertreibung von Ausländern aus dem Land zum Ziel gesetzt.

Die US-Regierung hat die rund 35.000 in Saudiarabien lebenden US-Bürger zu erhöhter Wachsamkeit aufgerufen. In diesem Monat hatten El-Kaida-Extremisten in dem Golf-Staat den US-Bürger Paul Johnson entführt und enthauptet. (APA/Reuters)