Nikosia/Wien - Die zypriotische Regierung will ihre ablehnende Haltung gegenüber dem gescheiterten Wiedervereinigungsplan von UNO-Generalsekretär Kofi Annan für die geteilte Mittelmeerinsel anderen EU-Regierungen erläutern und dabei deutlich machen, dass eine Lösung des griechisch-türkischen Volksgruppenkonflikts nicht zu Lasten von Vertriebenen und Enteigneten gehen dürfe. Zu diesem Zweck kommt Staatspräsident Tassos Papadopoulos am Freitag nächster Woche auch nach Wien, wo er mit dem künftigen Bundespräsidenten Heinz Fischer und mit Bundeskanzler Wolfgang Schüssel Gespräche führen wird. Wiedervereinigung Papadopoulos hat wiederholt erklärt, dass die Zurückweisung des Annan-Planes durch die griechischen Zyprioten (die türkischen Zyprioten stimmten mehrheitlich dafür) nicht die langfristige Verhinderung der Wiedervereinigung bedeuten würde. Die griechischen Zyprioten hätten nicht dem Gedanken der Wiedervereinigung der Insel eine Absage erteilt, sondern lediglich Nein zu dem vorliegenden Plan gesagt. Eine Wiederholung des Referendums hat der Präsident nicht ausgeschlossen, sofern der UNO-Plan modifiziert werde. (APA/ANA/Reuters)