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Die künftige Justizministerin bekam von ihrem Vorgänger einen Strauß Blumen

foto: apa/pfarrhofer
Wien - Die künftige Justizministerin Karin Miklautsch nannte ihre Bestellung am Freitag eine "große Ehre". Sie nehme diese Herausforderung an und werde sich ihr auch stellen. Als besonderes Anliegen nannte sie eine Stärkung der Rechte von Frauen, etwa in Richtung Gender Mainstreaming. Auch will sie sich für schnellere Entscheidungsfindungen bei Prozessen einsetzen.

Die Neo-Ministerin selbst gab sich bezüglicher konkreter Vorhaben noch bedeckt. Sie werde sich jetzt einmal "schlau machen", was alles "zu tun sein wird". Sie werde sicher eine gewisse Einarbeitungsphase brauchen, meinte Miklautsch. Für konkrete Fragen sei es noch "etwas zu früh". Ein Vorbild in der Politik habe sie "eigentlich nicht". Auch sei sie kein Parteimitglied.

Ihr Verhältnis zum Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider beschrieben sie wie auch Neo-Staatssekretär Eduard Mainoni als "sehr entspannt".

Böhmdorfer wünscht alles Gute

Kurz nach ihrer Angelobung hat die neue Justizministerin Karin Miklautsch ihren ersten Auftritt an ihrem neuen Arbeitsplatz absolviert. Justizminister Dieter Böhmdorfer betonte bei der Amtsübergabe im Ministerium, seine Nachfolgerin sei "mit aller Freundlichkeit, die uns so zu eigen ist", willkommen geheißen worden und wünschte Miklautsch viel Erfolg.

Seufzen

Miklautsch bedankte sich und betonte, der gute Ruf des Justizressorts sei einer der Gründe gewesen warum sie "diesen mutigen Schritt", Justizministerin zu werden, gewagt habe. "Ich hoffe, dass ich dabei Ihre Unterstützung haben werde", meinte Miklautsch im breitesten Kärntnerisch an ihre Beamten gewandt und setzte mit einem Seufzen hinzu: "Ich werde sie brauchen."

Nun werde sie sich einmal einarbeiten und dann über die weitere Prioritätensetzung entscheiden, kündigte Miklautsch an. Dann gab es Blumen von Böhmdorfer für die neue Ministerin und ein erstes Kennenlernen mit den Beamten, für das die Medien allerdings aus dem Raum gewiesen wurden. (APA)