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Rund um Österreichs Grenzen sind - wie im Bild das AKW Temelin in Tschechien - 40 Atomkraftwerke in Betrieb.

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Wien - Am 26. Juni 1954, vor genau 50 Jahren, ging in der Nähe von Moskau das erste zivile Atomkraftwerk ans Netz. Ende des Jahres 2003 lieferten weltweit 442 Atomkraftwerke Strom, 27 weitere Reaktoren befanden sich im Bau, geht aus der jüngsten Statistik der Internationalen Atom-Energie-Organisation (IAEO) hervor. Demnach kommt ein Sechstel der globalen Stromerzeugung aus der Kernkraft. Insgesamt produzierten die Kraftwerke 2524.74 Terrawattstunden Strom, die Gesamtleistung betrug den Angaben zu Folge 363.819 MW.

USA mit den meisten Kernkraftwerken

Kernkraft-Weltmarktführer ist die USA mit 104 Reaktoren, gefolgt von Frankreich (59) und Japan (54). Rund um Österreichs Grenzen sind 40 Kraftwerke in Betrieb, neue sind derzeit laut IAEO keine geplant. Die meisten neuen Atommeiler - acht Stück - werden in Indien gebaut. Die Ukraine errichten 4, Russland 3 und China, der Iran und Japan jeweils 2 Atomkraftwerke. Je eines kommt in Nord- und Südkorea, Argentinien und Rumänien hinzu. Bis 2020 werde die Kilowattstundenleistung weiter steigen, wenn auch nicht im bisherigen Ausmaß, schätzt die Atomenergiebehörde.

22 der 31 zuletzt gebauten Kernkraftwerke wurden in Asien errichtet, wo Bevölkerung und Wirtschaft rasch wachsen, aber wenig alternative Energiequellen zur Verfügung stehen, so die IAEO. Im Gegensatz dazu haben vier europäische Länder beschlossen, ihre Atomstromerzeugung einzustellen. 39 der 442 Atommeiler stehen in Entwicklungsländern.

Litauen ist Atomstrom-"Weltmeister"

Spitzenreiter beim Atomstromanteil ist dem Bericht zu Folge Litauen mit 80 Prozent, gefolgt von Frankreich (78 Prozent), Slowakei (57), Belgien (55), Schweden (50) und der Ukraine (46). Der Atomstromanteil der Schweiz betrug 40 Prozent, in Ungarn 32, in Tschechien 31 und in Deutschland 28 Prozent. (APA)