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Terroristen sollen nach der Entscheidung der Duma zu lebenslangen Haftstrafen verurteilt werden können.

Foto: APA/EPA/Vladimir Rodionov
Moskau - Das russische Unterhaus hat am Freitag ein Anti-Terror-Gesetz verschärft. Terroristen sollen nach der Entscheidung der Duma zu lebenslangen Haftstrafen verurteilt werden können. Bisher betrug die Höchststrafe 20 Jahre. Die Gesetzesänderung muss noch vom Oberhaus bestätigt und von Präsident Wladimir Putin unterzeichnet werden, ehe sie in Kraft treten kann. Die Putin nahe stehende Partei Einiges Russland hatte die Strafverschärfung nach einem Bombenanschlag in der Moskauer U-Bahn im Februar angeregt, bei dem 41 Menschen ums Leben kamen. Die jüngsten Rebellenangriffe in der Kaukasusrepublik Inguschetien hätten die Notwendigkeit der Gesetzesänderung erneut bewiesen, sagte der Abgeordnete Wladimir Pechtin laut einem Bericht der Nachrichtenagentur ITAR-Tass. Bei den Überfällen auf Behörden und Grenzdörfer in Inguschetien waren in dieser Woche 98 Menschen getötet worden. Die russische Regierung bezeichnet die Rebellen im Kaukasus als Terroristen. (APA/AP)