Wien - Sozialminister Herbert Haupt (F) werde "bis Ende der Legislaturperiode 2006 bleiben", erklärte Vizekanzler Hubert Gorbach Freitag abend in der "ZIB 2". Haupt werde die Harmonisierung der Pensionen "gut abwickeln". Wir haben mit Haupt wohl den profiliertesten und besten Sozialminister, den die Republik je hatte", meinte Gorbach. Angesprochen auf die neue Justizministerin Karin Miklautsch, die zuvor nicht als stellvertretende Landesamtsdirektorin in Kärnten genommen worden war, sagte der Vizekanzler: "Das kann man so nicht vergleich. Im übrigen wäre es auch in Kärnten möglich, im Landhaus einmal eine Fehlentscheidung zu treffen".

Die neue Justizministerin sei "nicht nur die erste Justizministerin in Österreich, sie ist auch sehr jung, eine toughe Lady und sie kann sicherlich auch große Sprünge machen. Sie ist sehr sportlich. Lassen wir Sie einmal ran an die Arbeit". Die Skepsis an Miklautsch sei ein "bissl Raunzertum, ein bissl Opposition".

Dass er als einziger Minister - für Infrastruktur, Verkehr und Forschung - gleich zwei Staatssekretäre habe, sei nicht als Überforderung zu verstehen. "Man kann das auch positiv darstellen. Es ist jetzt gut geordnet". Darauf angesprochen, dass er die Bestellung des neuen Staatssekretärs Eduard Mainoni für sein Ressort auch damit begründet habe, um intensiveren Kontakt mit FPÖ-Funktionären herzustellen und warum dies die Steuerzahler bezahlen sollten, meinte Gorbach: "Es ist auch wichtig, in der eigenen Klientel, der Basis, den Funktionären die freiheitliche Regierungspolitik veständlich zu machen. Das ist etwas zu kurz gekommen, seit wir ein kleines Regierungsteam sind". (APA)