Wien - Für SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Doris Bures ist Bundeskanzler Wolfgang Schüssel (V) der Vater der Regierungskrise und des politischen Stillstands. Die ÖVP stehe für die "Stabilität des Nichtstuns", meinte Bures in einer Aussendung am Samstag.

Sie verwies dabei auf die von ÖVP-Wirtschaftsminister Martin Bartenstein zu verantwortende Rekordarbeitslosigkeit, den von ÖVP-Bildungsministerin Gehrer verursachten Stillstand im Schul- und Universitätsbereich und die drohende Zwei-Klassen-Medizin im Gesundheitsbereich, für die ÖVP-Gesundheitsministerin Rauch-Kallat die Verantwortung trage. Die Hauptverantwortung für die Stagnation und die Regierungskrise trage Kanzler Schüssel. "Zum zweiten Mal ist er verantwortlich für den Zerfall seiner Wunschkoalition".

Mit der jüngsten Regierungsumbildung sei das Chaos in der FPÖ nicht beendet. Dass "nicht die besten Köpfe, sondern mittlerweile das letzte Aufgebot in der Regierung versammelt ist", sei auch in engem Zusammenhang mit der Person des Bundeskanzlers zu sehen. Es verstärke sich der Eindruck, dass niemand, der einen guten Ruf zu verlieren habe, bereit ist, mit Wolfgang Schüssel in eine Regierung zu gehen, so Bures. (APA)