Algier - Die durch die Geiselnahmen von Sahara-Touristen bekannt gewordene islamistische Terrorgruppe GSPC hat sich zu dem Bombenanschlag auf ein Elektrizitätswerk in Algier am Montagabend bekannt. Die Autobombe, die 15 Menschen verletzt hatte, habe "den Mythos von der wiederhergestellten Sicherheit und von dem Vertrauen ausländischer Investoren (in Algerien) hinwegfegen" sollen, teilte die "Salafistische Gruppe für Predigt und Kampf" (GSPC) nach einem Bericht der arabischsprachigen Tageszeitung "El Khabar" vom Samstag in einem Internet-Kommunique mit.

Eine GSPC-Zelle habe bei dem Attentat in der algerischen Hauptstadt einen Lastwagen mit Sprengstoff eingesetzt. Offiziell ist die Ursache der Explosion noch nicht geklärt.

Die algerischen Zeitungen berichteten außerdem, in den vergangenen Tagen seien im Land sieben Menschen von Terrorgruppen umgebracht worden. In Medea 90 Kilometer südlich von Algier und bei Blida 50 Kilometer südwestlich der Hauptstadt seien eine fünfköpfige Familie sowie zwei Bauern in einen Hinterhalt gelockt und getötet worden. (APA/dpa)