Ramallah - Die USA tun nach den Worten ihres Nahost-Sondergesandten William Burns alles für einen Erfolg des israelischen Gaza-Rückzugsplans. Der Rückzugsplan sei eine "Gelegenheit", die "man nicht verpassen dürfe", sagte Burns nach einem Treffen mit dem palästinensischen Ministerpräsidenten Ahmed Korei am Samstag in Ramallah im Westjordanland. Der Rückzug aus dem Gazastreifen müsse sich im Rahmen der so genannten Roadmap vollziehen, die zu einer Verhandlungslösung für beide Staaten führen müsse.

Dem ägyptischen Vorschlag, die abziehenden israelischen Soldaten im Gazastreifen durch ägyptische Sicherheitskräfte zu ersetzen, sagte Burns erneut die Unterstützung der US-Regierung zu. Washington und die anderen Mitglieder des Nahost-Quartetts arbeiteten an einem "politischen Aktionsplan", der den israelischen Rückzugsplan aufgreife. Neben den USA sind die Vereinten Nationen, die Europäische Union und Russland im Nahost-Quartett vertreten.

Korei bekräftigte, dass der von Israel einseitig betriebene Rückzug aus dem Gazastreifen und Teilen des Westjordanlands ein Teil des Nahost-Friedensplans sein müsse. Andernfalls habe er wenig Bedeutung und sei "einfach ein Sprung in die Luft". An dem Treffen mit Burns nahmen auch der palästinensische Chefunterhändler Sajeb Erakat und Außenminister Nabil Shaath teil.

Der Rückzugsplan von Israels Ministerpräsident Ariel Sharon sieht eine schrittweise Räumung aller 21 jüdischen Siedlungen im Gazastreifen sowie von vier Siedlungen im Westjordanland vor. Die Umsetzung soll im März beginnen. (APA)