Berlin - Der deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) hat die Beteiligung deutscher Soldaten an einem Militäreinsatz im Irak erneut ausgeschlossen. "Es bleibt dabei, es wird keine deutschen Soldaten im Irak geben", bekräftigte Schröder am Sonntag vor seinem Abflug zum NATO-Gipfel im türkischen Istanbul in Berlin. Er verwies dabei auf das deutsche Engagement auf dem Balkan und in Afghanistan. Deutschland habe mit Blick auf seine internationale Verantwortung keinen Grund, sein "Licht unter den Scheffel zu stellen", betonte der Kanzler.

Ausbildung irakischer Soldaten in Deutschland

Schröder erneuerte gleichzeitig das Angebot der Bundesregierung, irakische Militärs in Deutschland auszubilden. Die NATO-Länder hätten sich beim EU-USA-Gipfel bis Samstag in Irland auf die Hilfe des Verteidigungsbündnisses bei der Ausbildung der irakischen Armee geeinigt. Er glaube daher nicht, dass es in dieser Frage beim Gipfel in Istanbul zu einem Streit kommen werde. Auch die Differenzen über den Irak-Krieg würden für keine Kontroverse sorgen, fügte Schröder hinzu. "Die Frage, wie man zu Krieg gestanden hat, ist schon ein Teil der jüngsten Zeitgeschichte". Alle NATO-Länder seien an einem stabilen und demokratischen Irak interessiert. (APA/AFP)