Wien - Aus Anlass der Präsentation des Geschäftsberichts 2003 und einer Imageumfrage lud RadioKulturhaus-Geschäftsführerin Christiane Goller-Fischer zum Pressegespräch: "Die wirtschaftliche Lage wirkt sich auch aufs Publikumsverhalten aus", resümierte Goller-Fischer die Vorjahresbilanz. Es sei 2003 schwieriger gewesen, aber doch gelungen, ausgeglichen zu bilanzieren. Obwohl auch das Budget - ORF-Sparwellen-bedingt - von 915.000 auf 786.500 Euro gesunken sei, ist die Auslastung - so entnimmt man dem Bericht - leicht auf circa 65 Prozent angestiegen. Insgesamt hätten die 440 Veranstaltungen 40.000 Besucher angesprochen.

Weniger aussagekräftig zeigt sich die bei Integral in Auftrag gegebene Imagestudie. Dass 98 von 100 Befragten das Haus kennen und es mehrheitlich positiv bewerten, überrascht nicht wirklich, beschränkte sich die Auswahl der Befragten doch auf RKH-Besucher und Ö1-Hörer. "Vielseitig", "kommunikativ", "einladend" und "originell" sind jene Schlagwörter, die demnach die meiste Zustimmung finden.

In der Vielfalt ortete Goller-Fischer denn auch das stärkste Programmmerkmal, mit dem man in Wien seit 1997 auch impulsgebend gewirkt hätte: 2003 vor allem mit Themenabenden wie der "Langen Nacht der erotischen Geschichten", moderierten Reihen wie "Klassische Verführung" oder den von Rappern bis Hobbydichtern frequentierten "Poetry Slams". (felb/DER STANDARD, Print-Ausgabe, 28. 6. 2004)