Jerusalem - Der israelische Ministerpräsident Ariel Sharon hat am Montag drei Misstrauensanträge überstanden. Der Antrag der oppositionellen Arbeitspartei zur Wirtschafts- und Sozialpolitik der Regierung wurde mit 54 zu 52 Stimmen abgelehnt. Der Arbeitspartei ist die ultraliberale Finanzpolitik von Finanzminister Benjamin Netanyahu ein Dorn im Auge. Auch die beiden anderen Anträge, einer von der linksgerichteten Meretz-Partei, richteten sich gegen die Wirtschafts- und Sozialpolitik. Nach der Entlassung zweier Minister der Nationalen Union am 6. Juni und dem darauf folgenden Rückzug der Partei aus der Regierungskoalition steht Sharon einer Minderheitsregierung vor. Die Regierung verfügt nur noch über 59 der 120 Mandate im Parlament. Den Streit, der zur Entlassung der Minister führte, hatte Sharons umstrittener Gaza-Rückzugsplan ausgelöst. (APA)