London - Nach der Machtübergabe im Irak hat die Menschenrechtsorganisation amnesty international (ai) die Freilassung aller Gefangenen im Irak gefordert. Nach dem offiziellen Ende der Besatzung gemäß UN-Resolution 1546 müssten nach Maßgabe der internationalen Menschenrechte alle Kriegsgefangenen, Verhafteten und Internierten auf freien Fuß gesetzt werden, ihre weitere Gefangenschaft sei illegal, hieß es in einer am Montag in London veröffentlichten ai-Erklärung.

Die Vereinigten Staaten wollten dagegen auch nach dem Machttransfer bis zu 5.000 Gefangene festhalten, ohne dafür eine Rechtsgrundlage zu nennen, erklärte ai.

Der UN-Botschafter der USA und künftige Botschafter in Bagdad, John Negroponte, habe eine ai-Anfrage zum Schicksal der Gefangenen im Irak nach dem Machtwechsel bisher unbeantwortet gelassen, hieß es in der Erklärung weiter. Die US-Zivilverwaltung im Irak hatte am Montag, zwei Tage früher als geplant, die Macht an die irakische Übergangsregierung übergeben. (APA)