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Foto: Reuters/HIRD
Nach den wiederholten gewaltvollen Ausschreitungen großteils betrunkener Jugendlicher entlang der Lokalmeile am Salzburger Rudolfskai werden nun Videokameras zur Überwachung installiert, die von einem privaten Wachdienst betrieben werden. Außerdem wird es noch mehr Kontrollen durch die Polizei sowie einen verstärkten Einsatz von Sozialarbeitern geben. Das teilte am Dienstag Vzbgm. Karl Gollegger (V) nach der Sitzung des Sicherheitsbeirates der Stadt Salzburg mit.

Seit Jahren kommt es in, insbesondere aber vor den zahlreichen Lokalen am Kai immer wieder zu zerstörerischen und auch gewaltvollen Ausschreitungen. Mit ein Grund sind Lokale, die schon um einen Euro harte Getränke verkaufen und es dabei mit dem Alkoholverbot für Jugendliche unter 16 Jahren alles andere als genau nehmen. Auch eine verstärkte Polizeipräsenz konnte keine wirkliche Verbesserung der Situation bringen.

Vorverlegung der Sperrstunden angedacht

Weiters wurde vereinbart, dass bei den problematischen Lokalen eine Vorverlegung der Sperrstunden angedacht werden soll. Auch von den Behörden soll Druck auf die Lokale ausgeübt werden und eine Bewusstseinsbildung erfolgen, so Gollegger. "Hier geht es nicht nur um das Image der Kulturstadt Salzburg, sondern um das kostbare Gut der subjektiven Sicherheit der Bürger", so Gollegger.

Schon am Montag hatten mehrere Salzburger Politiker stärkere Polizeikontrollen und eine strengere Überprüfung des Jugendschutzgesetzes gefordert, nachdem am Wochenende alkoholisierte Jugendliche sogar ein Rot-Kreuz-Fahrzeug schwer beschädigt hatten. "Wer um einen Euro Wodka an Jugendliche hergibt, ist ein Gauner und gewissenloser Mensch", hatte Bürgermeister Heinz Schaden (S) gemeint.

Der Sicherheitsbeirat setzt sich aus Vertretern der Exekutive, Behördenvertretern, Psychologen, Bürgern, Vertreter der Wirtschaft und Jugendlichen zusammen und versteht sich als Drehscheibe zwischen Bürgern und Behörden für alle sicherheitsrelevanten Fragen in der Stadt Salzburg. (APA)