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"Es gab Große vor mir, während meiner Zeit und es wird auch nach mir Große geben." (Herbert Prohaska, "Jahrhundertfußballer")

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Wien - Der ÖFB hat am Dienstag in feierlichem Rahmen in der Wiener Staatsoper seinen 100. Geburtstag gefeiert und dabei seine Besten geehrt. Höhepunkt und Abschluss war dabei die Wahl zum "österreichischen Jahrhundert-Fußballer", zu dem Herbert Prohaska gekürt wurde. Der frühere Teamchef, der die Auszeichnung von Deutschlands "Kaiser" Franz Beckenbauer erhielt, setzte sich in einer Telefon-Wahl gegen den aktuellen Nationalteam-Betreuer Hans Krankl durch.

Bescheidener Großer

"Ich habe immer davon geträumt, mit Österreich Weltmeister zu werden und mit der Austria den Europacup zu gewinnen, aber von der heutigen Wahl habe ich nie geträumt", sagte die Austria-Ikone. "Es gab Große vor mir, während meiner Zeit und es wird auch nach mir Große geben. Diese Wahl ist für mich das Größte als Fußballer, aber es war auch eine subjektive Wahl. Es hätten auch viele andere werden können", relativierte der 49-jährige Schneckerl (83 Länderspiele, 10 Tore) seinen Erfolg, meinte aber auch mit einem Augenzwinkern: "Denen, die mich gewählt haben, kann ich sagen: Sie haben eine gute Wahl getroffen."

Happel Trainer-Chef

Ernst Happel wurde zu Österreichs Trainer des Jahrhunderts und der derzeitige Teamkapitän Andi Ivanschitz zum "herausragenden Talent des Jahres" gewählt. Toni Polster (95 Länderspiele, 44 Tore) durfte sich über die Auszeichnung für den erfolgreichsten Teamtorschützen freuen, die Ehrung für Rekord-Teamspieler Andi Herzog (103 Länderspiele, 26 Tore) nahm in dessen Vertretung Vater Anton Herzog entgegen. Sein Sohn war in Übersee bei seinem Klub LA Galaxy geblieben. (APA)