Bild: EF-Reisen
Was im Lauf eines Universitätsstudiums schon fast an der Tagesordnung ist, wird auch während der Schulzeit immer beliebter: Ein Ausflug in die Bildungswelt eines fremden Landes. Als Jugendliche/r im Alter zwischen 15 und 18 Jahren gibt es die Möglichkeit, ein Schuljahr, ein Semester oder drei Monate ins Ausland zu gehen.

Neues Land, neue Freunde

Die Vorteile liegen auf der Hand: In einer Gastfamilie fällt es leicht, eine neue Sprache zu erlernen. Die Einblicke in eine neue Kultur erweitern der eigenen Horizont, und neue Freunde gewinnt man auch noch. Klassisches Ziel der Austauschprogramme sind die USA, aber auch europäische Länder bieten sich an. Vor allem wegen der Sprache ist Großbritannien beliebt, in Spanien und Frankreich punkten hauptsächlich die Küstenorte.

Lisi, 17, verbrachte das vergangene Schuljahr in Kalifornien. "Es ist schon genau so, wie man es sich vorstellt", erzählt sie. "Sonne, Strand, schöne Menschen - der Name Sunshine State kommt nicht von irgendwo". Für sie war es ein beeindruckendes Erlebnis, das Jahr ganz alleine in einem für sie völlig neuen Land zu verbringen. "Jeder, der sagt, dass es anfangs keine Überwindung kostet, sich ohne Eltern und Freunde zurechtzufinden, lügt", lacht Lisi heute. Das erste Heimweh sei aber schnell vergangen, die Gastfamilie und die neuen Schulfreunde halfen dabei.

Gute Planung

Damit der Aufenthalt zu einem Erfolg wird, empfiehlt es sich trotzdem, alles genau zu planen. Es gibt bei den verschiedenen Organisationen eine Vorbereitung für Teilnehmer/innen und deren Eltern im Heimatland. Zumeist gibt es auch noch Vorbereitungsmaterial in Form von Sprachkassetten, Büchern, Broschüren oder sonstigen Unterlagen. Partnerorganisationen in den jeweiligen Ländern wählen eine passende Gastfamilie aus, daher kann man sich den Ort nicht immer aussuchen. Die Austauschorganisation kümmert sich auch um das Visum oder besorgt zumindest die Visaformulare und hilft beim Ausfüllen.

Die Reise in das jeweilige Gastland findet gemeinsam mit anderen Austauschschüler/innen statt, und auch die Reise zur Gastfamilie nach der Ankunft ist organisiert. Am dortigen Wohnort (oder in nächster Nähe) wird der Besuch einer öffentlichen Schule vermittelt. Weiters werden die vorgeschriebenen Schulbücher beschafft.

Während des Jahres im Ausland steht ein/e persönliche/r Betreuer/in mit Rat und Tat zur Seite. Außerdem werden Orientierungsveranstaltungen zu Beginn und am Ende des Aufenthaltes und sonstige Treffen mit anderen Austauschschüler/innen auch während des Jahres angeboten.

Vergleichen lohnt sich

Die angebotenen Leistungen variieren stark - bei den teureren Anbietern ist mehr im Preis inkludiert als bei den billigeren, ein Vergleich lohnt sich auf alle Fälle. Wichtig ist es vor allem, sich vor der Reise darüber klar zu werden, mit welchen Lebenserhaltungskosten zur rechnen ist, damit es zu keinen bösen Überraschungen kommt.

Das wichtigste zuletzt: Wenn der Schulbesuch im Ausland zwischen fünf Monaten und einem Jahr dauert, gilt der Nachweis über diesen Schulbesuch als erfolgreicher Schulbesuch in Österreich. Die Folge: Für ein Aufsteigen in die nächsthöhere Klasse sind keine zusätzlichen Prüfungen nötig. (az)