Wien - Die Studenten der ab 2007 entstehenden Pädagogischen Hochschulen sollen mit dem Bachelor abschließen. Das gab Bildungsministerin Elisabeth Gehrer (V) bekannt. Das für die Umwandlung der derzeitigen Pädagogischen Akademien in eigene Hochschulen nötige Gesetz werde im kommenden Jahr beschlossen - obwohl noch "viele diffizile Fragen zu lösen" seien. So müsse man sich etwa mit der Kirche darüber einigen, welche der künftig acht oder neun Pädagogischen Hochschulen der Staat und welche die Kirche betreibe. Die konkrete Ausgestaltung der Umwandlung der Akademien in Pädagogische Hochschulen sei "ein schwieriges Unterfangen, weil wir uns auch mit der Kirche einigen müssen", so Gehrer. Laut Konkordat betreibe die katholische Kirche eigene Akademien - "da müssen wir zu guten Zusammenarbeitsmodellen kommen". Insgesamt glaube sie, dass man in Österreich nicht mehr als acht oder neun Pädagogische Hochschulen brauche, bekräftigte sie ihren bereits mehrfach geäußerten Standpunkt. Die genaue Zahl müsse aber noch ausverhandelt werden: "Da müssen wir uns einigen, welche von der Kirche geführt werden und welche vom Staat." Auch mit den Ländern müsse noch gesprochen werden. Weiterbildung

Derzeit sind die zahlreichen Institutionen der Pflichtschullehrer-Ausbildung und -Weiterbildung in rund 50 Einrichtungen zerstreut. Neben den Pädagogischen Akademien (Ausbildung für Lehramt an Pflichtschulen) gibt es etwa Religionspädagogische Akademien (Ausbildung der Religionslehrer an Pflichtschulen), Berufspädagogische Akademien (Ausbildung für Lehramt an Berufsschulen) sowie die für die Weiterbildung zuständigen Pädagogischen Institute.

Als Vorbild für die künftige Konstruktion nannte Gehrer die Einrichtung in der Ettenreichgasse in Wien-Favoriten. Dort seien in einem Haus etwa die Pädagogische Akademie, die Berufspädagogische Akademie und ein Pädagogisches Institut untergebracht - die Lehrer würden dabei an allen Einrichtungen unterrichten. (APA)