Der Staat Washington im Nordwesten der USA wartet mit manchen Attraktionen wie majestätische Bergen und immergrünen Regenwälder auf, die ihm auch den Namen Evergreen State eingebracht haben. Bei einer Fahrt durch Washington sollten die Reisenden auch auf die alltäglichen Dinge des Lebens achten: Spätestens auf den zweiten Blick entpuppt sich hier einiges als ziemlich skurril.

"Dass man im Staate Washington auf großem Fuß lebt, ist durch das Mysterium Bigfoot weltweit bekannt", weiß man in der Tourismuszentrale. "Immerhin erhielt das Geschöpf seinen Namen auf Grund seiner riesigen Füße." Bigfoot bräuchte etwa Schuhgröße 61!"

Schuhe dieser Größenordnung gibt es in Seattle zu bestaunen: Das "Giant Shoe Museum" am Pike Place Market bietet für nur einen Dollar (0,826 Euro) Eintritt eine umfangreiche Sammlung an überdimensionaler Fußbekleidung. 30 Exemplare wurden vom Schuhsammler Danny Eskenazi zusammengetragen und können täglich in einer Art "Automaten-Museum" im untersten Stockwerk des Marktes betrachtet werden.

Bigfoot begleitet den Besucher auch in Kid Valley, am Fuße des Mount St. Helens. Die Schlammlawine nach dem Vulkanausbruch am 18. Mai 1980 kam hier noch mit etwa 32 Stundenkilometern an und begrub nicht nur mehrere Häuser unter sich, sondern soll auch Bigfoot überrollt und getötet haben, wie das Tourismusbüro zu berichten weiß. Eines der damals betroffenen Gebäude steht noch heute an Ort und Stelle und dient jetzt als Souvenirgeschäft. Zum Gedenken an Bigfoot wurde direkt neben dem Haus die mit achteinhalb Metern größte Bigfoot-Statue aller Zeiten errichtet.

Cowboyhut und Stiefel sind im Wilden Westen gewiss nichts Ungewöhnliches - wohl aber, wenn es sich bei diesen "Kleidungsstücken" um eine Tankstelle handelt. So in Georgetown, einem Vorort von Seattle. Hier stehen "Hat n' Boots" seit Mitte Dezember 2003 im Oxbow Park und warten darauf, in ein Museum zur Geschichte von Hut und Stiefeln umfunktioniert zu werden.

Ursprünglich waren die überdimensionalen Stiefel und der dazu passende Cowboyhut im Süden von Seattle in einem Einkaufszentrum zu Hause, wo sie ab Mitte der fünfziger Jahre bis 1988 als Tankstelle fungierten: Die zwölf Meter breite Hutkrempe spendete reichlich Schatten oder Schutz vor Regen beim Tanken; die beiden Stiefel dienten als Toilettenhäuschen - der rechte für Herren, der linke für Damen.

Wem sein Frühstücksei nie groß genug sein kann, der sollte sich das größte Ei der Welt in Winlock an der Interstate 5, Ausfahrt 63, nicht entgehen lassen. Dreieinhalb Meter misst es und ist am Straßenrand auf einem fast genauso hohen Mast angebracht. Könnte man es in die Pfanne hauen, sollte man hierzu am besten die weltgrößte Bratpfanne benutzen, die man den Angaben zufolge einige Kilometer entfernt in Long Beach findet.(apa)