New York - Nach Alexander Peya und Stefan Koubek schaffte am Mittwoch auch Österreichs Nummer eins, Jürgen Melzer, den Einzug in die zweite US-Open-Runde. Der 23-jährige Niederösterreicher bezwang den Weltranglisten-70. Gregory Carraz aus Frankreich nach rund 2:20 Stunden mit 7:5,6:0,4:6,6:3 und trifft nun am Freitag auf den als Nummer 23 gesetzten US-Amerikaner Vince Spadea, der sich gegen Luis Horna (PER) ebenfalls in vier Sets durchsetzte. Für Melzer eine Gelegenheit für die schlimme Olympia-Erstrunden-Niederlage in Athen zu revanchieren, wo er gegen Spadea nur ein Game gemacht hatte.

"Die Leistung war okay"

Melzer zeigte über weite Strecken ausgezeichnete Form und auch warum er zuletzt unter die Top 40 vorgestoßen ist. "Ja, die Leistung war okay, ich habe halt einen Extrasatz gespielt, aber ich habe gewusst, dass es nur eine Frage der Zeit ist, wann ich ihn breake. Von der Grundlinie war ich der Bessere", sagte der Deutsch Wagramer.

Im ersten Satz steuerte alles auf ein Tiebreak zu, ehe Melzer seinem 1,91 m großen Gegner erstmals den Aufschlag zum 7:5 abnehmen konnte. In der Folge spielte der ÖTV-Daviscupper fehlerlos und holte sich Satz zwei 6:0. Zu diesem Zeitpunkt war erst eine Stunde gespielt. Dann vergab Melzer die Chance, das Match schon in drei Durchgängen zu beenden, als er zwei Breakbälle zum 5:3 ungenützt ließ und in der Folge selbst das Break zum 4:5 kassierte.

Im vierten Satz war der Favorit aber wieder Chef auf dem Platz, auch wenn er sich eine 3:0-Führung noch aus der Hand nehmen ließ. Diesmal machte er das Break zum 5:3 und servierte aus.

Nächster Gegner: Spadea

Mit seinem nächsten Gegner hat Melzer eine Rechnung offen, aber er selbst sieht das emotionslos. "Es ist eine besondere Geschichte, aber er ist mir lieber als Horna, auch wenn ich vor ein paar Wochen nur ein Game gemacht habe. Aber ich nehme nicht an, dass hier ein Hurricane ausbricht", spielte er auf die extremen Windbedingungen in Athen an. Aber wenn er die Wahl hätte, dann wäre ihm ein Sieg in New York wichtiger. "Ich verliere lieber bei Olympia als hier", stellte er klar. Gegen Spadea erwartet er ein hartes Match. "Das könnte eine längere Partie werden." (APA)