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Unser Gewinner der Woche, Fritz Meier , schreibt sich Folgendes von der Seele:

"Ich sehe mir sehr gerne Tier-Dokumentationen an, stelle aber immer wieder fest, dass die Kommentare vor gedankenlosen Allgemeinplätzen nur so strotzen. Da wird über einen Delfin gesagt, er habe sich dem Leben im Wasser 'perfekt angepasst', obwohl er doch ständig auftauchen muss, um Luft zu holen. Und immer wieder wird die Phrase gedroschen, ein Tier habe sich 'perfekt getarnt' - noch während die Kamera es ganz deutlich zeigt. Ganz so 'perfekt' kann die Tarnung also nicht sein ...

Genauso oft werden Raubtiere als 'Gesundheitspolizei' bezeichnet, die der Evolution dabei helfe, nur die Stärksten überleben zu lassen. Aber abgesehen davon, dass kranke und altersschwache Tiere sich ohnehin nicht mehr vermehren (wozu also sie aus dem Genpool entfernen?), stürzen sich die Räuber bevorzugt auf eine Beute: Jungtiere. Da das gleichzeitig die Träger der jeweils neusten 'DNA-Version' sind, kann das Beuteschlagen nicht im Sinne der Evolution sein. Ist das Gerede von der 'Gesundheitspolizei' also nichts weiter als ein falsches Schlagwort, immer und immer wiedergekaut, ohne darüber nachzudenken? Würde die Evolution ohne räuberische Parasiten sogar besser funktionieren?"

Eine perfekte Frage der Woche, finden wir. (red)